To me, it is a
beautiful practice to accept whatever comes to us. Usually our
mind does not allow us to do that, it always intervenes. It tells us
to do this, do that. Our mind always has the tendency to choose. But
when we are in a dilemma, we do not know how to decide if a specific
option is good or bad to do, and then we create inner conflicts. And
because of these conflicts our mind and body become tired. That is
very unhealthy. The way to get out of this situation is to realize
that there is no need to get out. We just do nothing, we are flowing
with life as it is. We welcome whatever is happening to us. We can
say: “Hey, I am really happy to welcome you”. That is
enough. This is the way to get out of all our problems, all our
sufferings. But often we do not have the courage to do that
because we feel an insecurity within ourself. We know that if we go
there we will enjoy a beautiful view, a beautiful success but we are
afraid that maybe in the middle of the way there is a hole and when
we go there we will fall down into the hole. We are creating a lot of
stories in our mind that might never happen. We are educated with
the belief that we need to live in security and we are not taught
that life is always insecure. Only in insecurity we will have a
chance to grow up. Only in insecurity we will discover the beauty
of life. Life is really an adventure. In order to understand and
to know the secret of life, we just need to be in that adventure.
Tuesday, August 29, 2017
Sunday, August 20, 2017
Voll und ganz im gegenwärtigen Moment leben - Dharma-Vortrag vom 26.03.17 (Bremen)
Thay Phap Nhat
Für mich ist es
eine sehr schöne Praxis zu akzeptieren was auch immer zu uns kommt.
Aber unser Geist erlaubt uns das nicht so einfach, der möchte immer
intervenieren. Er sagt uns, wir sollten jetzt dies oder jenes machen.
Unser Geist möchte immer wählen können. Besonders wenn wir in
einem Dilemma sind und wir nicht entscheiden können, ob dies oder
jenes gut ist oder nicht so gut, dann kommen wir oftmals in einen
inneren Konflikt. Von diesen inneren Konflikten wird unser Körper
und Geist ganz müde und dadurch können viele Krankheiten
entstehen.Der Weg da heraus zu
kommen besteht darin, nicht herauskommen zu müssen.
Wir machen gar nichts. Wir fließen einfach mit dem Leben mit.Was immer passiert, das heißen wir einfach willkommen. Wir sagen: „Hey, schön, dass du da bist. Ich bin glücklich dich willkommen zu heißen.“ Das ist genug.
Das ist der Weg, wie wir aus all unserem Leiden herauskommen können.
Aber wir haben nicht den Mut das zu tun, weil wir immer eine Unsicherheit in uns selbst verspüren.
Wir wissen vielleicht, dass wir an einen bestimmten Ort gehen können und den wunderschönen Sonnenuntergang sehen und genießen könnten, aber wir haben Angst, dass wir auf dem Weg dorthin vielleicht in ein Loch fallen. Und dabei wissen wir ja gar nicht, ob es dort überhaupt ein Loch auf dem Weg gibt. Aber unser Geist kreiert diese Geschichten.
Wir sind so erzogen, dass wir immer Sicherheit wollen, und niemand hat uns beigebracht, dass das Leben immer unsicher ist.
Aber nur in dieser Unsicherheit können wir die Schönheit des Lebens entdecken. Nur in der Unsicherheit haben wir eine Chance wirklich zu wachsen. Das Leben ist wirklich ein Abenteuer. Und um das Geheimnis des Lebens zu verstehen, müssen wir einfach nur in diesem Abenteuer sein.
Wir machen gar nichts. Wir fließen einfach mit dem Leben mit.Was immer passiert, das heißen wir einfach willkommen. Wir sagen: „Hey, schön, dass du da bist. Ich bin glücklich dich willkommen zu heißen.“ Das ist genug.
Das ist der Weg, wie wir aus all unserem Leiden herauskommen können.
Aber wir haben nicht den Mut das zu tun, weil wir immer eine Unsicherheit in uns selbst verspüren.
Wir wissen vielleicht, dass wir an einen bestimmten Ort gehen können und den wunderschönen Sonnenuntergang sehen und genießen könnten, aber wir haben Angst, dass wir auf dem Weg dorthin vielleicht in ein Loch fallen. Und dabei wissen wir ja gar nicht, ob es dort überhaupt ein Loch auf dem Weg gibt. Aber unser Geist kreiert diese Geschichten.
Wir sind so erzogen, dass wir immer Sicherheit wollen, und niemand hat uns beigebracht, dass das Leben immer unsicher ist.
Aber nur in dieser Unsicherheit können wir die Schönheit des Lebens entdecken. Nur in der Unsicherheit haben wir eine Chance wirklich zu wachsen. Das Leben ist wirklich ein Abenteuer. Und um das Geheimnis des Lebens zu verstehen, müssen wir einfach nur in diesem Abenteuer sein.
Wednesday, April 5, 2017
Meinen eigenen Brunnen graben - Nguyen Hoa
Während dem letzten Wochenende habe ich an dem Kurs „Achtsamkeit ist eine Quelle des Glücks“ mit Bruder Phap Nhat teilgenommen. Am letzten Tag zeichnete er ein Bild von einem Teich und einem Brunnen. Wenn man auf den Teich schaut, scheint da zunächst einmal viel Wasser drinnen zu sein; wir können sogar etwas Wasser herausnehmen und mit anderen teilen. Aber wenn die Sonne scheint, wird das Wasser verdunsten und der Teich kann austrocknen. Wenn wir auf den Brunnen schauen, sehen wir, dass er kleiner ist als der Teich, aber er ist sehr tief.
Wer bist du? - Thay Phap Nhat
| Annamartha / pixelio.de |
Es gibt viele verschiedene Ebenen, auf denen wir die Frage danach beantworten können, wer wir sind. Sprechen wir zuerst über die erste Ebene: Jemand kommt und fragt uns: „Wer bist du?“ Und dann denken wir vielleicht zuerst: „Ich bin dieser Körper.“ Und wenn wir uns in der Psychologie auskennen, werden wir noch weitere Dinge ergänzen: „Ich bin nicht nur dieser Körper. Neben dem Körper habe ich auch Gefühle und Wahrnehmungen.“ Und wenn wir in der Meditation geübt sind, insbesondere in der Achtsamkeitsmeditation, dann können wir unseren Geist in unserem täglichen Leben beobachten. Und dann werden wir sehen: „Ich bin nicht nur der Körper, die Gefühle und die Wahrnehmungen. Ich habe auch Geistesformationen.“ Wenn wir dann noch die Ebene der Philosophie betrachten, dann sehen wir, dass es noch etwas gibt, was zu uns gehört, nämlich das Bewusstsein. Körper, Gefühle, Wahrnehmungen, Geistesformationen und Bewusstsein – das ist also, wer wir sind. Wir können auch eine andere Unterteilung vornehmen. Manche Menschen, die eine spirituelle Praxis ausüben und bereits etwas tiefere Kenntnisse haben, werden uns auf die Frage danach, wer sie sind, die folgende Antwort geben: „Ich bin Körper und Geist.“ Körper und Geist schließen Gefühle, Wahrnehmungen und Geistesformationen mit ein. Ich habe sehr viele Menschen gesehen, die an dieser Stelle stehengeblieben sind und nicht weiter hinterfragen. Sie sagen: „Ich bin Körper und Geist.“ Aber es gibt noch eine weitere Ebene, die tiefer geht als diese Aussage. Für mich ist es wichtig, an diesem Punkt nicht stehenzubleiben. Wir gehen noch ein bisschen weiter, ein bisschen tiefer. Hier können wir nicht mehr definieren oder festlegen, wer wir sind. Es gibt nur die direkte Erfahrung dessen, wer wir sind. Wir könne das nicht auf der Ebene des Denkens erfahren. Es geht über die Kopfebene hinaus. Wie können wir diese Ebene kennenlernen?
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